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An Tagen wie diesen…

Veröffentlicht am 4. Februar 2021

…wird die Stimmung wohl einmalig sein!

Ein Beitrag aus dem Kurier 2021
Autor: Christian A. Kölker / Fotos: Sissy Sotiriou

Wir schreiben den 13. Februar 2020.

Der Saal des Krefelder Hofes ist bis auf den letzten Platz ausverkauft. Das spricht für die planenden Protagonisten in Reihen der Prinzengarde. Im letzten Jahr hatte man dem Herrenabend ein neues Konzept verpasst hat. Das Rezept: keine Pause und ein niveauvolles, erstklassiges Programm, das in seiner Qualität kaum zu überbieten ist.

Das überzeugte bereits im letzten Jahr und lässt aktuell die Erwartung für den heutigen Abend steigen. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass der unübersehbare Zuspruch in diesem Jahr ein volles Haus bedeutet. Vorweg: Es hätte nicht besser laufen können.

Ich sitze, wie immer, im „Schlauch“. Gemeint ist damit der letzte zu öffnende Saal. Übrigens sind es die Tischnachbarn der letzten Jahre, die sich hier immer wie magisch angezogen wiederfinden und schon fast eine eingeschworene Gemeinschaft bilden, jährlich aufgestockt um Neulinge, die man gerne unter seine Fittiche nimmt.

Denn es gibt folgendes festzuhalten:
1. man sieht, trotz geschätzter 80 m Entfernung zur Bühne, bestens.
2. man versteht, dank guter Technik,
jedes Wort.
3. man lernt jedes Jahr neue Leute
kennen mit denen man schnell ins Gespräch kommt.
4. und nicht zu unterschätzen:
die Nachversorgung mit Gerstensaft klappt an dieser Stelle bestens.

Es ist also nur einen Frage der Zeit, dass die Stimmung schnell an Fahrt aufnimmt.

Einfach eine Klasse Männerrunde, die ungezwungen einen unterhaltsamen Abend in Krefelds feiner Stube verbringen möchte. Aber wie lange noch? Denn das Gerücht nach einer anderen Nutzung macht die Runde. Der anwesende Hoteldirektor Bart Vaessen gibt aber schnell Entwarnung und so dürften die nächsten Jahre noch so manchen Herrenabend erleben. Was keiner zu diesem Zeitpunkt erahnen konnte, Corona ist noch ganz ganzweit weg und an diesem Abend kein vorrangiges Thema.

Grundsätzlich muss man sowieso immer wieder feststellen, dass der Termin des Herrenabends geradezu dafür gemacht erscheint, Kontakte aufzufrischen oder zu knüpfen. Man trifft nicht nur Personen wieder, die man lange nicht mehr gesehen hat, sondern lernt neue Leute kennen, mit denen sich nicht nur gut feiern lässt. So mancher interessante Geschäftskontakt hat beim Herrenabend der Prinzengarde schon seinen Ursprung gefunden.

„Wir wollten uns doch schon immer mal verabreden…“, „…lange nicht mehr gesehen und doch wiedererkannt…“, „…du auch hier?“, sind Wortfetzen, die man links und rechts aufschnappt. Dass das natürlich bei einem Glas König Pils leichter fällt, ist eigentlich selbsterklärend. Wer allerdings hier und heute nicht die richtige Krawatte trägt, bekommt spätestens jetzt eine verpasst. Charmante Damen sorgen für das richtige Outfit. Auch dieser „Spendenbeitrag“ trägt mit dazu bei, dass die Vereinskasse stimmt und damit indirekt die Finanzierung eines tollen Bühnenprogramms erst möglich wird. Nicht zu vergessen, dass man sich spätestens jetzt mit dem grünweißen Halsschmuck als Freund der Prinzengarde outet.

Schon traditionsgemäß darf die Prinzengarde den Bühnenaufbau der Gesellschaft Creinvelt nutzen. Dafür an dieser Stelle mal ein dickes Dankeschön. Dann obliegt es alljährlich der Meisterleistung von Dekochef Dino Bruns, die Bühne im Prinzengarde-Look zu dekorieren.

Punkt 20 Uhr hat die feierfreudige Herrenrunde endlich Platz genommen und die Spiele können beginnen.

Präsident Christian Cosman gibt den Startschuss für einen vergnüglichen Abend. Eingerahmt wird er vom Fünfer-Rat bestehend aus Bernd Drescher, Jochen Dopstadt, Felix Mai und Nils Wierczimok, allesamt Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes der Prinzengarde. Traditionell ist es die Regimentskapelle der Prinzengarde, die auch in diesem Jahr von der Bundesschützenkapelle Neuss gestellt die Sitzung begleiten wird. Mit im Gefolge, der in diesem Jahr aus den eigenen Reihen der Prinzengarde gestellte Prinz Karneval, Dirk Mosinski mit seinen Ministern. Er präsentiert auf der Bühne seinen Karnevalssong, der ihn fortan durch die Säle begleiten wird.

Dabei vergisst er nicht zu erwähnen, dass alle zugedachten Geldpräsente gesammelt werden und nach der Session als Spende an die Organisation STUPS gehen.

Mit anerkennendem Applaus wird er verabschiedet und nimmt im Saal Platz. Es folgen die Begrüßung anwesender Honoratioren und nicht zuletzt Sponsoren, ohne deren Dazutun das Brauchtum Karneval heute undenkbar wäre. Wilfried Fabel wird als einer der ältesten Prinzengardisten begrüßt, gehört er dem Corps doch bereits seit 1969 an. Frank Lenzen wird als einer begrüßt, der langsam aber sicher einmal einen Mitgliedantrag ausfüllen könnte. Dann gehört die Bühne den Künstlern des Abends. Eisbrecher ist Fritz Schopps, besser bekannt als „Et Rumpelstilzche“.

Er gehört zweifelsohne schon zum festen Inventar der Garde und er präsentiert sich wie ein guter Wein, der mit den Jahren immer besser zu werden scheint. Seine Nachrichten aus dem Märchenwald haben durchaus Tiefgang. „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer sind die trinkfestesten Säufer im ganzen Land!“

400 Männerkehlen fühlen sich angesprochen und danken es ihm lautstark. Drastischer geht er mit den A…löchern Trump und Erdogan ins Gericht und scheut dabei keine Konfrontation. Das Publikum zollt anerkennendem Applaus für kernige Worte. Aber auch Greta und Heidi Klum bekommen ihr Fett weg.

Ein absolut gelungener Einstand, der es Vol-ker Weininger leicht macht, direkt auf Betriebstemperatur zu kommen. Seine Darbietung eines etwas anderen Karnevals-Präsidenten ist an Komik kaum zu toppen. Er hat mit seiner Figur längst die großen Bühnen des Karnevals erobert und präsentiert sich auch in Krefeld in bestechender Form. Seine Parodie des „leicht“ angetrunkenen Präsidenten eines kleinen Vorstadtvereins auf der Suche nach einem Prinz ist urkomisch. „Bei uns kostet datt fast nix, ist aber lustig!“ wirbt er für die Prinzenrolle. Gefühlt gönnt er sich während seines Auftritts seine sechs bis acht Bierchen und spielt in Hochform. Die erste Rakete ist Anerkennung für seinen Vortrag.

Dann wird es laut und der erste Musikbeitrag steht auf dem Programm. Sie sind schon fast so etwas wie die Hausband. Die Klüngelköpp entern die Bühne und bringen den Saal jetzt richtig in Stimmung. Die fünf Vollblutmusiker sind immer wieder ein Hochgenuss.

Leichte Unruhe macht sich im Saal bemerkbar. Ein Tänzer des nächsten Showakts inspiziert die Bühne. Draußen vor der Tür warten 50 Akteure auf ihren Auftritt. Und dann passiert etwas, was es in der Geschichte der Herrenabende noch nie gegeben hat. Eine der angesagtesten Tanzformationen, das Tanzcorps der KG Sr. Tollität Luftflotte, musste sprichwörtlich am Boden bleiben. Keine Flugeinlagen, keine Hebefiguren, weil das Risiko einfach zu groß erschien.

Ihre Akrobatik erforderte einfach mehr Deckenhöhe und längere Laufwege. Außer Spesen nix gewesen und dabei sahen die Mädels in ihren tollen Kostümen echt Spitze aus. (*)

Das tat der Veranstaltung aber keinen Abbruch. Das Programm übertraf bis jetzt alle Erwartungen und so hatte Dave Davis, der schwarze Mann unter Deutschlands Top Comediens leichtes Spiel den Faden aufzugreifen. Seinen Kunstfigur „Motombo“, der Weisskittelträger auf Deutschlands Toiletten, schaut den Bürgern dabei aufs Maul und hält Ihnen den Spiegel vor. Er plädiert für Gleichberechtigung ungesehen der Hautfarbe. Sein durchaus politisch gefärbter Beitrag wendet sich gegen Rassismus und Rechtspopulismus. Er plädiert einfach für mehr Lebensfreude, die man vorleben und weitergeben solle. Schließlich kostet sie ja nichts.

Zwischenzeitlich wurde die Ratszusammensetzung durchgemischt. Platz genommen haben jetzt Senatspräsident Jan Schreurs und seine Senatskollegen Heiner Kempken, Wolfgang Voigt und Ulli Topoll.

Musikalisch haben jetzt die „Räuber“ das Saalpublikum fest im Griff und sorgen für Partystimmung. Sie zählen längst zum legendären Kölner Kleeblatt, also den Topstars des rheinischen Karnevals. Dem stehen allerdings die „Rabaue“ in nichts nach. Sie nehmen den Schwung mit und leiten das Finale ein. Seit achtzehn Jahren begeistern sie jetzt ihr Pu- blikum und das gelingt ihnen auch zu später Stunde im Mercure Parkhotel Krefelder Hof. Längst sind sie in den angesagtesten Après- Ski-Tempeln Österreichs gerngesehene Gäste. Deshalb heißt es schon wenige Tage nach Aschermittwoch: Koffer packen und ab nach Austria“. Ein tolles Finale zu so später Stunde und so hat es Präsident Christian Cosman leicht sich zu bedanken und seine Gäste in die Nacht zu entlasten – den ein oder anderen sicher aber auch nur bis in die Derby-Bar.

Man sieht sich. Wenn nicht 2021 – was zwischenzeitlich Fakt ist – dann eben 2022. Bleiben Sie alle gesund.

* = Das Tanzcorps der KG Sr. Tollität Luftflotte hat sich sofort bereit erklärt auf der Verleihung des „Närrischen Steckenpferdes“ am 11.01.2022 ohne Gage aufzutreten

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